Du betrachtest gerade Unser Reisebericht zur Tischtennis Senioren-WM in Südkorea mit Anschlussprogramm in Japan

Zur Senioren-WM im Tischtennis geht es alle zwei Jahre – und 2026 war das Ziel Südkorea, eine der Top-Tischtennisnationen in Asien. Austragungsort der WM war die Stadt Gangneung an der Ostküste, dort wurden die ehemaligen Eishallen der Winterolympiade 2018 als Spiel- und Trainingshallen genutzt. Entsprechend groß war das Interesse bei unseren deutschen Tischtennis-Senioren und so machten sich knapp 300 Teilnehmer Anfang Juni auf den langen Weg in das Land ganz im Osten des asiatischen Kontinents.

Aufgezeichnet von Micha Laufer, 01.06.-20.06.2026

Ein großer Teil der Teilnehmer entschied sich für einen kurzen 2-Nächte-Zwischenstopp in der Hauptstadt Seoul, also machte ich mich als Organisator auch auf den Weg dorthin und verbrachte die ersten 4 Tage meiner Zeit in Asien in dieser beeindruckenden Metropole (aktuell die zehntgrößte Stadt der Welt). Ich und rund 180 Reisegästen wohnten in sehr zentral ganz in der Nähe des Palastbezirks, auch ins Shoppingviertel Myeongdong und zum großen Namdaemun-Markt konnte man zu Fuß gelangen. Nach dem „Willkommenstag“ am Airport – ich war von 06:00 bis abends um 21:00 Uhr am Flughafen – gab es zwei Besichtigungstage mit deutschsprachigem Programm. Highlights waren hier sicherlich die Auffahrt auf den Lotte World Tower, aktuell höchstes Gebäude Asiens, und als absolutes Kontrastprogramm der Besuch in einem der Königspaläste, auf Wunsch auch in traditioneller Tracht möglich.

 

Einigermaßen in der koreanischen Zeit (im Sommer plus 7 Stunden zur deutschen Zeit) angekommen ging es dann am 06.06. mit 9 Bussen (!) von Seoul nach Gangneung. Es war ein Samstag, trotzdem standen wir aus der Metropole heraus leider viel im Stau… hier zeigen sich die Grenzen individueller Mobilität. In der Stadt an der Ostküste wohnten unsere Gäste auf drei Hotels verteilt, ich war wie die meisten unserer Kunden im „St. John’s Hotel“ untergebracht, mit über 1.000 Zimmern eines der größten Hotels dort wie auch in ganz Korea.

 

Die Woche in Gangneung verging wie im Flug, es gibt ja auch immer etwas zu tun oder organisieren: Scharff-Trikots verteilen, Ausflügen buchen, Rücktransfers zum Flughafen am Ende der WM-Woche planen, … langweilig wird einem da nicht 😊! Sportlich verlief das Turnier für die deutschen Teilnehmer diesmal nicht ganz so erfolgreich wie in den Jahren zuvor, das liegt wohl an der großen Zahl starker Teilnehmer vor allem aus Südkorea, aber auch aus den anderen asiatischen Ländern. Mit 24 Medaillen – davon fünf goldenen – waren die deutschen Teilnehmer aber doch sehr stark unterwegs!!!

 

Wenn man so eine weite Reise macht, dann liegt es nahe, nicht „nur“ für eine Woche Tischtennis zu bleiben, sondern im Anschluss an die WM auch noch touristisches Programm zu buchen. Und so gab es bei unseren Anschlussprogrammen in Südkorea und in Japan jeweils drei deutschsprachig geführte Scharff-Reisegruppen auf spannenden Reiserouten durch das jeweilige Land. Ich selbst war mit einer der drei Gruppen in Japan unterwegs. Ein kurzer Flug (2h) brachte uns von Seoul in die japanische Metropolregion Kansai. Dort bezogen wir für 3 Nächte Quartier im Zentrum von Kyoto. Mit Reiseleiter Bernd-San (ein Deutscher, der seit 11 Jahren in Japan lebt) ging es dort auf Besichtigungstouren in Kyoto selbst und nach Osaka. In beiden Städten hat mich das unmittelbare Nebeneinander von lebendiger Geschichte (Tempel und Schreine) und absoluter Moderne (Architektur, Shoppingviertel, Nachtleben) nachhaltig beeindruckt.

Die „Mitte“ der Reise durch Japan bildete eine Fahrt im Superschnellzug Shinkansen nach Mishima in der Nähe des Mt. Fuji und das dortige „Bergblick“-Besichtigungsprogramm. An ersten Tag versteckte der Fuji-San sich noch hinter Wolken, aber schon am Abend (Hotel am Lake Kawaguchi mit Blick zum Berg) und am nächsten Morgen wurden wir mit Traumwetter und bester Sicht auf den beeindruckenden Vulkankegel beglückt.

 

Weiter ging es dann nach Tokyo… whow! Die Megacity ist wirklich absolut beeindruckend, auch wenn man wie ich bereits das zweite Mal dort ist. Unser Hotel mit wunderschönem Skylineblick lag verkehrsgünstig, die Erkundung der Metropole per U-Bahn war von dort aus problemlos möglich. In zwei Tagen ist natürlich nur ein kurzer Einblick zu gewinnen, mit den Stationen Sensoji-Tempel, Meji-Schrein, Omotesando-Einkaufsstraße, Shibuya mit seiner weilberühmten Kreuzung und schließlich der Aussicht vom Rathaus-Tower ist dies aber ganz prächtig gelungen. Es gab auch reichlich Freizeit für eigene Erkundungen und ein optionales Zusatzprogramm von unserem Reiseleiter brachte einen Teil der Gruppe zur „blauen Stunde“ nach Odaiba… der Panoramablick von dort auf die beleuchtete Skyline ist wirklich ein Traum.

 

Mit einem sehr langen Rückflug (in meinem Fall 14 Stunden nach Wien und von dort dann weiter nach Frankfurt) endeten meine knapp drei Wochen in Asien. Unvergessliche Momente mit und ohne Tischtennis werden lange im Gedächtnis bleiben. Und solange die Erinnerungen noch warm sind arbeite ich auch schon an Reisen nach Korea und Japan für unser Erlebnisreiseprogramm 2027 (der Katalog erschein im Oktober) – soweit es meine Arbeit an unserem Programm für die Tischtennis Senioren-EM 20276 in Riga (der Prospekt erscheint im August) zulässt 😊!